Wenn Sie Puppy nicht immer von CD-ROM starten möchten, können Sie Puppy auch auf einer Festplatte installieren. Hierzu sind zunächst einige Vorbereitungen zu treffen.
Festplatten, Partitionen und Dateisysteme
Eine Festplatte kann in eine oder mehrere Partitionen aufgeteilt werden. Wenn Sie mehrere Partitionen auf einer Festplatte angelegt haben, erscheint im Betriebssystem jede Partition wie eine eigenständige Festplatte. Mit anderen Worten: obwohl Sie real nur eine Festplatte im PC eingebaut haben, können Sie unter Windows oder Linux mit mehreren (virtuellen) Festplatten arbeiten. Windows bezeichnet die Festplatten (sowie die Disketten- und CD/DVD-Laufwerke) mit Buchstaben. In der Regel bezeichnet A das Diskettenlaufwerk, C die Festplatte (erste Partition), D das CD-ROM, E die Festplatte (zweite Partition), F die Festplatte (dritte Partition), usw. Sie erkennen an den Laufwerksbuchstaben nicht, ob die Partitionen physikalisch auf einer oder auf zwei Festplatten verteilt sind. Jede Partition hat ein eigenes Dateisystem, unter Windows normalerweise NTFS (Windows XP) oder FAT32 (Win98, Win95).
Unter Linux wird die erste Festplatte mit /dev/hda bzw. /dev/sda angesprochen. Falls der PC eine zweite Festplatte hat, wird diese mit /dev/hdb bzw. /dev/sdb bezeichnet. Die Partitionen auf der Festplatte sind fortlaufend durchnummeriert, beginnend mit eins. Die Partitionen auf der ersten Festplatte heißen also /dev/hda1 (entspricht der C-Partition unter Windows), /dev/hda2 (entspricht der E-Partition unter Windows), /dev/hda3 usw. Auch Linux kennt verschiedene Dateisysteme wie ext2, ext3 oder ReiserFS. Diese Dateisysteme sind von Windows nicht lesbar. Zusätzlich kann Linux aber auch die Windows-Dateisysteme lesen und auch beschreiben. Auf Grund dieser Möglichkeit eignet sich eine FAT32-Partition ideal, um Dateien zwischen Windows und Linux auszutauschen.